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Bewerbungsanschreiben formulieren

Schon zahlreiche Leser haben uns gemailt, dass Sie mithilfe unserer Bewerbungstipps und -tricks endlich ihren Traumjob gefunden und bekommen hätten. Sei es, weil ihr Bewerbungsschreiben aus der Masse hervorstach oder sie optimal auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet waren. Das macht uns – zugegebenermaßen – sehr stolz und hat uns motiviert, diese Artikelsammlung anzulegen.

Eine Bewerbung ist – wie der Name schon sagt – schließlich Werbung in eigener Sache. Trotz dieses sehr individuellen Erscheinungsbildes gelten dabei aber einige Konventionen. Sie zu beherzigen, macht nicht uniform, sondern hat sich bewährt. Deshalb beginnen wir unsere Liste der besten Bewerbungstipps mit unserem ABC der Bewerbung:

Anschreiben
Liegt obenauf und ist keine Dreingabe, sondern das Initial Ihrer Bewerbung. Entsprechend übersichtlich und prägnant muss es sein. Im Gegensatz zum Lebenslauf, der das Profil des Bewerbers schärft, spiegelt das Bewerbungsanschreiben seine Motivation. Wichtig: Dem Adressaten klar zeigen, warum man sich auf die Stelle bewirbt und der Beste ist, den der Personaler dafür bekommen kann. Falsch wäre, nur die Höhepunkte der Biografie zu wiederholen. Kondensieren Sie vielmehr Ihre Leistungen, Erfahrungen und Erfolge zu einem flammenden Plädoyer für sich selbst. Absolventen zielen dabei vor allem auf Studienschwerpunkte ab, Berufserfahrene legen mehr Gewicht auf die bisherige Position und erfolgreich absolvierte Projekte. Soziale Kompetenzen stehen im Vordergrund. Auf sie achten Personaler besonders. Sie klischeefrei zu formulieren, ist schwer aber essenziell. Bei einem Satz wie “Ich bin team- und konfliktfähig…” zählen Recruiter nur die Tage bis zur Pension. Unverzichtbar im Anschreiben: Ihr Name, Adresse sowie E-Mail-Adresse und Telefonnummer in der Kopfzeile. Darunter das Datum. Dann linksbündig Vor- und Zuname des Adressaten (nicht: “An die Personalabteilung”) sowie Anschrift, eine konkrete Betreffzeile (“Bewerbung/Ihre Stellenanzeige vom 24. Juli 2007 in der Lokalzeitung“). Abschließend eine Unterschrift (nicht gedruckt!) und das Anlagenverzeichnis (Lebenslauf, Zeugnisse).

Der Aufbau selbst besteht aus vier Teilen: Die Einleitung nimmt Bezug auf die ausgeschriebene Stelle. Kommen Sie gleich zum Punkt, bitte nicht einsteigen mit “Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle als …” Der zweite Teil ist Eigenmarketing. Hier macht der Bewerber klar, warum er der Richtige ist. Im dritten Teil wird eine Verbindung zum Unternehmen hergestellt: Warum bewerben Sie sich ausgerechnet hier? Zum Schluss bedanken Sie sich für das Interesse, stellen heraus, dass Sie sich über einen Vorstellungstermin freuen würden und garnieren das Ganze mit freundlichen Grüßen.

Bedanken
Ein Dankeschön ist selten nach einem Bewerbungsgespräch. Wie mir Personaler sagten, bedanken sich nur etwa drei von 100 Bewerbern mit einem Brief. Dabei hebt das mehr ab als knallbunte Bewerbungsmappen. Warum also nicht ein Dankeschön schreiben? Betonen Sie in diesem Dankesschreiben, dass Sie das Gespräch anregend fanden und jetzt erst recht wissen, wie gut der Job zu Ihnen passt und es Ihren Wunsch erhöht hat, für dieses Unternehmen zu arbeiten. Wiederholen Sie maximal zwei Erkenntnisse des Vorstellungsgesprächs und beantworten Sie eventuell offene Fragen. Danken Sie für die Zeit und Aufmerksamkeit (falls Sie gemeinsam Essen waren auch dafür), und freuen Sie sich auf eine baldige Antwort. Das alles sollte nicht länger als eine halbe Seite sein.

Charakter
Lebensläufe gleichen sich immer mehr an und heraus kommen Klone: Studium an einer Spitzenuniversität in Rekordzeit, Auslandspraktika, Fremdsprachenkenntnisse, gebleichtes Lächeln, modischer Kurzhaarschnitt (auch die Frauen), festen Partner – aber ungebunden. Solche Nachwuchskräfte wollen hoch hinaus, haben die Laufbahn optimiert, ihren Lebenslauf genauso sorgfältig geplant wie die Radtour durchs australische Outback. Das alles mag strategisch sinnvoll und taktisch klug sein. Doch wird das wichtigste dabei übersehen: der Charakter. Der gibt aber heute den Ausschlag. Akademische Brillanz beflügelt eben nicht zwangsläufig Kreativität, mit sozialem Geschick steht sie gelegentlich sogar auf dem Kriegsfuß. Doch exakt diese Fähigkeiten werden immer wichtiger: Konzepte moderieren, Abläufe modernisieren, Mitarbeiter motivieren. Wer an der Uni reüssiert, kann im Team dennoch scheitern, wenn er Konflikten mit 0815-Methoden begegnet. Zeigen Sie also in Ihrer Bewerbung, dass Sie nicht nur fachlich eine Koryphäe sind, sondern auch empathisch.

Deckblatt
Die einen sagen, es gehört unbedingt dazu und obenauf. Andere sehen es erst nach dem Anschreiben – versehen mit Foto sowie den übergroßen Kontaktdaten des Bewerbers. Und wieder andere sehen darin nur Zeit- und Materialverschwendung. Je nachdem kann es gar einer stilistischen Bankrotterklärung des Bewerbers gleichkommen, wenn der ein Deckblatt mit einem Kunstwerk verwechselt. Richtig eingesetzt, kann es aber enorm positive Wirkungen haben.

Eigenlob
Zu viel Eigenlob turnt Personaler ab. Auch wer später im Vorstellungsgespräch zu lange redet, kassiert Minuspunkte. Das kam bei einer Studie der Personalberatung Korn/Ferry International unter 212 Personalberatern heraus. Luftpumpen, die sich als Gottes Gabe an die Wirtschaft verkaufen, fallen mehrheitlich durch. Gleiches gilt für diejenigen, die bei Gehaltsvorstellungen das Normalmaß um 20 Prozent überziehen. Selbstvertrauen im Vorstellungsgespräch ist zwar wichtig. Personaler ziehen aber Natürlichkeit immer spürbarer Arroganz vor. Nichts stößt mehr ab als ein eitler Selbstdarsteller.

Foto!
Um das Bewerbungsfoto wird viel Bohai gemacht. Dabei ist es ganz einfach: Die Größe variiert zwischen 6 x 4 oder 9 x 6 Zentimetern. Es sollte weder aus dem Automaten noch aus dem Urlaub stammen, sondern ein Porträt (also keine Ganzkörperaufnahme) vor einem neutralen Hintergrund sein. Am besten von einem Profi gemacht. Wer Abzüge in die Bewerbung integriert, dann dem ersten Blatt des Lebenslaufs – und zwar oben in die erste Zeile der Tabelle. Ob rechts oder links, hängt davon ab, in welche Richtung die Nase zeigt. Faustregel: immer in die Seite hinein! Befestigt wird das Lichtbild mit einem Klebestift, nicht mit einer Büroklammer. Wer das Foto digital in den Lebenslauf integriert, sollte auf zwei Dinge achten:

+++WICHTIG+++

Eine möglichst hohe Auflösung wählen, damit der Druck besser wird.
Möglichst fototaugliches hochwertiges Papier verwenden. Sonst können Sie genauso gut eine Fotokopie einschicken.
schwarz-weiß oder farbig? Das ist letztlich geschmackssache. Monochrome Bilder wirken eleganter, können aber auch manieriert aussehen. Farbfotos dagegen sind authentischer, je nach Beleuchtung aber auch misstönend. Am besten Freunde fragen, welche Alternative sie sympathischer finden. Das Motiv selbst zeigt Sie im Halbporträt, dazu etwas Schulterpartie. Damit das Gesicht nicht glänzt, vorher abpudern oder mit Klopapier sanft abreiben. Die Kleidung sollte zum angestrebten Job passen: Wer sich als Banker in spe bewirbt, sollte wie ein Banker aussehen. Für Frauen gilt noch der Zusatz: Schulterfrei-Look ist tabu, ebenso tiefe Dekolletees und zu viel Make-Up. Psychotests haben ergeben: Frauen mit Pferdeschwanz wirken seriöser und haben bessere Chancen zum Vorstellungsgespräch geladen zu werden als Frauen mit langen offenen Haaren.

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